
Spätestens ab dem dritten Trimester leiden viele werdende Mütter in der Schwangerschaft an Wassereinlagerungen. Durch die höhere Elastizität der Blutgefäße kann mehr Flüssigkeit in das Gewebe austreten, sodass Ödeme entstehen. So unangenehm diese Begleiterscheinung der Schwangerschaft ist, so normal ist sie auch. Schwangere können aber durch ausreichende Bewegung, viel Flüssigkeit und regelmäßige Pausen einiges tun, um Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft vorzubeugen.
Ab dem dritten Trimester leiden viele Schwangere vermehrt unter Wassereinlagerungen. Diese entstehen durch eine Kombination verschiedener Faktoren.
Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft entstehen, weil die Blutgefäße durchlässiger sind und so mehr Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austreten kann. Die Blutgefäße werden einerseits durch die erhöhte Blutmenge im Körper und andererseits durch den gestiegenen Progesteronspiegel elastischer.

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Die häufigsten Ursachen für Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft:
Viele Schwangere merken die Wassereinlagerungen entweder morgens oder abends besonders stark. Morgens sind Arme, Beine und auch das Gesicht oft sehr geschwollen, weil der Körper sich nachts vollkommen in Ruhe befindet und auch der Herzschlag langsamer wird. Dadurch zirkuliert das Blut mit weniger Geschwindigkeit, was wiederum dazu führt, dass mehr Flüssigkeit aus dem Blut in das Gewebe übertritt.
Abends wiederum sind die Wassereinlagerungen oft besonders prominent, wenn Schwangere den Tag über viel gesessen oder gestanden haben. Hier ist es vor allem der Schwerkraft zu verdanken, dass das Blut sich dann meist in den Beinen staut und so Wassereinlagerungen begünstigt werden.
Die meisten Schwangeren spüren die Wassereinlagerungen vor allem im 3. Trimester ihrer Schwangerschaft. Dabei können sich Wassereinlagerungen durch unterschiedliche Erscheinungen bemerkbar machen.

Wenn die Haut aufgrund von Wassereinlagerungen spannt oder juckt, können eine kühlende Salbe oder eine kühl gelagerte Lotion Abhilfe schaffen. Durch das Eincremen wird zusätzlich die Durchblutung angeregt, was wiederum die Wassereinlagerungen lindern kann.
All die oben genannten Auswirkungen können durchaus unangenehm sein, aber Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind völlig normal und kein Grund zur Sorge. Solange sich die Schwangerschaftsödeme – so nennt man die Wassereinlagerungen auch – in einem normalen Rahmen bewegen, stellen sie keine Gefahr für die Mutter oder das Baby dar.
Vorsicht gilt nur, wenn die Wassereinlagerungen plötzlich und sehr stark auftreten und von weiteren Symptomen begleitet werden.
In wenigen Ausnahmefällen können sehr plötzlich auftretende Wassereinlagerungen im Gesicht und in den Händen sowie Beinen mögliche Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Eine Präeklampsie kann, wenn sie unbehandelt bleibt, lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein. Allerdings tritt diese schwerwiegende Schwangerschaftserkrankung nur in drei bis fünf Prozent der Schwangerschaften auf.
Auf jeden Fall sollten Frauen mit Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft auf folgende Symptome achten:
Bei einer medizinischen Untersuchung fallen außerdem Bluthochdruck sowie Eiweißausscheidungen im Urin auf. Bei den regelmäßig stattfindenden Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft werden Blutdruck sowie Urin der Schwangeren routinemäßig überprüft.
Schwangere, die eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, sollten sich sofort an eine gynäkologische Praxis oder Hebamme wenden.
Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind zwar völlig normal, können aber durchaus unangenehm sein und den Alltag der werdenden Mutter deutlich einschränken. Vor allem im Sommer leiden Schwangere vermehrt unter den Ödemen, weil der Körper durch die Hitze ein zusätzliches Problem mit der Flüssigkeitsregulation hat. Umso besser, wenn man weiß, wie man Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft vorbeugen kann.

Trotz aller Bemühungen, sind vorbeugende Maßnahmen nicht immer erfolgreich. Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie Wassereinlagerungen schnell und einfach loswerden.

Viele Schwangere suchen nach Hausmitteln gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft. Hier gilt: Von vielen empfohlenen Hausmitteln sollten werdende Mütter lieber Abstand nehmen.
Häufig heißt es beispielsweise, Schwangere sollten auf Salz verzichten bzw. auf eine salzarme Ernährung umsteigen, wenn sie unter Wassereinlagerungen leiden. Diese Empfehlung ist veraltet. Untersuchungen konnten keinen nachweisbaren Effekt einer Salzreduzierung auf Schwangerschaftsödeme feststellen. Mehr noch: Tatsächlich können Schwangere sich damit sogar schaden. Denn ein Verzicht auf Salz kann zu einem Mangel an Elektrolyten führen, der schädlich für Mutter und Kind ist.
Ebenso sollten Schwangere keine Entwässerungstees oder Entwässerungstabletten zu sich nehmen. Diese können aus zwei Gründen gefährlich für Mutter und Kind werden: Zum einen können sich Entwässerungstabletten oder Entwässerungstees negativ auf die Fruchtwasserbildung auswirken. Zum anderen kann eine zu starke Entwässerung das Risiko für Thrombosen erhöhen. Denn der erhöhte Flüssigkeitsanteil im Blut während der Schwangerschaft verringert die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose deutlich.
Natürlich gibt es auch Tees, die sich Schwangere bedenkenlos schmecken lassen können. Manchmal kann Tee in der Schwangerschaft auch helfen, Beschwerden zu lindern. So hilft Ingwertee gegen Schwangerschaftsübelkeit. Lavendeltee kann Krämpfe lösen und Zitronentee stärkt das Immunsystem.
Die Nutzung von Schüssler-Salzen gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft, sollten Schwangere vorab mit ihrer Hebamme oder einer gynäkologischen Praxis besprechen.
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Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft verabschieden sich, wenn sich der Hormonspiegel der frischgebackenen Mutter normalisiert. Viele Schwangere nehmen circa zwei Wochen nach der Entbindung wahr, dass sie besonders häufig zur Toilette müssen. Hierbei spricht man von der sogenannten Harn-Flut, mit der überschüssiges Wasser nach der Schwangerschaft ausgeschieden wird. Etwa fünf Wochen nach der Entbindung sollten die Ödeme vollständig zurückgegangen sein. Das ist auch völlig unabhängig vom Geburtsmodus: Auch nach einem Kaiserschnitt verschwinden die Wassereinlagerungen meist fünf bis sechs Wochen nach der Entbindung.
Aber Achtung: Direkt nach der Geburt können Wassereinlagerungen zunächst einmal schlimmer werden. Auch hier spielen die Hormone eine Rolle, die durch die Geburt des Kindes noch einmal in Aufruhr geraten. Die Zunahme der Wassereinlagerungen im Wochenbett ist also völlig normal. Schwangere dürfen an diesem Punkt der Regenerationsfähigkeit ihres Körpers vertrauen.
Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind völlig normal und auch nicht vollständig zu verhindern, weil sie vor allem durch die Weitung und erhöhte Elastizität der Blutgefäße entstehen. Durch regelmäßige Pausen, ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft können werdende Mütter aber dazu beitragen, Wassereinlagerungen vorzubeugen.
Kennen Sie schon den HiPP Mein BabyClub? Hier können Sie sich mit anderen Schwangeren und Müttern über Ihre Erfahrungen mit Wassereinlagerungen austauschen.
Grundsätzlich können Wassereinlagerungen jederzeit entstehen. Bei den meisten Schwangeren treten die Ödeme ab der 30. Schwangerschaftswoche vermehrt auf.
Lässt man das Fruchtwasser unbeachtet, machen die Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft circa zwei bis 2,5 Kilogramm des Gesamtgewichts am Ende der Schwangerschaft aus. Das bedeutet, die Wassereinlagerungen tragen nur moderat zur Gewichtszunahme in der Schwangerschaft bei.
Für eine bessere Lesbarkeit verwenden wir bei Personenbezeichnungen meist die männliche Form wie Kinderarzt, Frauenarzt. Wichtig: Wir bringen allen die gleiche Wertschätzung entgegen.

ist freiberufliche Journalistin und Autorin. Als Mutter von zwei Kindern mit 18 Monaten Altersunterschied navigiert sie selbst durch die Abenteuer der Elternschaft. Um anderen Eltern und sich selbst die dringendsten Fragen zu beantworten, schreibt sie Ratgeber zu den Themen Familie, Schwangerschaft und Leben mit Kindern.