Aktuelle Meldung 02/2026

70 Jahre Bio bei HiPP: Vom Bio-Pionier zum Gold-Standard für Babynahrung

HiPP feiert Bio-Jubiläum: Seit 1956 setzt HiPP auf Rohstoffe von ökologisch bewirtschafteten Böden, lange bevor „Bio“ im Handel ankam.

HiPP Bio-Archive zeigen Chronologie der Fürsorge: Vom Zwiebackbrei als Babynahrung über den ökologischen Landbau bis zur modernen Bio-Forschung.

Pfaffenhofen/Ilm, 12. Februar 2026 – Bio boomt und HiPP schreibt seit mehr als 70 Jahren daran mit. Laut Branchenreport 2026 des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft steigt die Bio-Nachfrage massiv. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist in Deutschland laut dem Verband im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf 18,2 Mrd. Euro angestiegen. In dieses Marktumfeld fällt ein besonderes Jubiläum: 2026 ist es 70 Jahre her, dass das Familienunternehmen HiPP den familieneigenen Ehrensberger Hof bei Pfaffenhofen auf biologische Landwirtschaft umgestellt hat – zu einem Zeitpunkt, als „Bio“ weder Begriff noch Verkaufsargument im Handel war.

„Seit 70 Jahren setzen wir aus Verantwortung für Babys, ihre Familien und die Natur auf Rohstoffe von ökologisch bewirtschafteten Böden. Unser Ziel ist es, Bio-Qualität in der Babynahrung als internationalen Gold-Standard zu etablieren“, sagt Stefan Hipp, der das Unternehmen in vierter Generation führt und damit die Bio-Pionierarbeit seiner Eltern und Großeltern konsequent weiterentwickelt. 

Bio bei HiPP: Das Beste für das Kind seit 1956

Die Wurzeln der Bio-Pionierrolle reichen bei HiPP weit zurück: 1899 entwickelt Konditor Joseph Hipp in Pfaffenhofen aus Sorge um die Gesundheit seiner Kinder einen Zwiebackbrei. Daraus entsteht eine der ersten industriell hergestellten Babynahrungen, zunächst verkauft im eigenen Laden, später über Apotheken und Drogerien. Als Joseph Hipp 1926 stirbt, lebt seine Idee weiter: Sohn Georg Hipp verzichtet auf sein Erbe und erhält stattdessen die Rezeptur für die Babynahrung. Was in der Konditorei ein Nischenprodukt war, stellt er in den Mittelpunkt und gründet 1932 in Pfaffenhofen die Firma Nährmittel Hipp.

1956 folgt der Schritt, der die Marke dauerhaft prägen wird: Georg Hipp und seine Frau Anny Hipp-Metzner stellen den familieneigenen Ehrensberger Hof auf biologische Landwirtschaft um, inspiriert vom organisch-biologischen Landbau nach Dr. Hans Müller. Die zweite Generation übersetzt damit die ursprüngliche Sorge um das eigene Kind in ein systematisches Landwirtschafts- und Qualitätsverständnis und entscheidet sich bewusst gegen den damaligen Zeitgeist, der auf chemische Düngemittel setzte. Bereits ein Jahr später fließen erste biologisch erzeugte Rohwaren in die HiPP-Babynahrung ein. 1957 startet HiPP mit der industriellen Herstellung von Beikost und bereits 1960 weist HiPP auf dem Karotten-Gläschen erstmals auf kontrollierten Vertragsanbau ohne gebeiztes Saatgut sowie ohne Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel hin.

Von der Bio-Pionierleistung zum Qualitätsversprechen für Familien

In den 1970er-Jahren baut Claus Hipp das Netz an Vertragslandwirten in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern systematisch aus. Er besucht persönlich Höfe, überzeugt Landwirte von den strengen HiPP-Anbaubedingungen und schließt langfristige Verträge. So entsteht Schritt für Schritt eine verlässliche Bio-Rohstofflieferkette in großem Maßstab – lange bevor Bio-Regale in Supermärkten selbstverständlich sind.

1990 führt das Unternehmen ein eigenes Bio-Siegel ein, das kontrolliert biologischen Anbau und Produktionsprozesse nach besonders strengen, unternehmenseigenen Kriterien garantiert. Diese gehen über die damaligen gesetzlichen Vorgaben hinaus und unterstreichen den Pionieranspruch der Marke. Ein Jahr später, 1991, wird die ökologische Haltung des Unternehmens für die ganze Nation sichtbar: Claus Hipp tritt erstmals persönlich in Fernseh- und Printkampagnen auf. Mit dem Satz „Dafür stehe ich mit meinem Namen“ prägt er ein Vertrauensversprechen, das weit über klassische Marken-kommunikation hinausgeht. Die Kampagne gibt „Bio“ ein Gesicht und HiPP zeigt ökologische Verantwortung als integralen Bestandteil eines modernen Familienunternehmens.

Blick nach vorn: Bio als Gold-Standard

Heute arbeitet HiPP mit rund 8.000 Bio-Landwirten zusammen, die etwa 80.000 Hektar Fläche bewirtschaften. Seit vielen Jahren treibt das Unternehmen die Weiterentwicklung ökologischer Landwirtschaft aktiv mit voran. Der Ehrensberger Hof dient seit 2010 als Musterhof, auf dem biodiversitätsfördernde und klimaresiliente Maßnahmen erprobt werden. Die Erfahrungen fließen in die Erzeugergemeinschaft hinein und werden in der landwirtschaftlichen Praxis breit umgesetzt.

„Bio ist für uns kein kurzfristiger Trend, sondern seit 70 Jahren Ausdruck unseres Wertekompasses. Wir wollen dazu beitragen, dass Kinder heute und morgen in einer lebens- und liebenswerten Umwelt aufwachsen. Mit Nahrung, der Eltern vertrauen können“, so Stefan Hipp. „Was mit der Sorge meines Urgroßvaters um seine eigenen Kinder begann, führen wir heute weiter: mit Bio, das sich ständig weiterentwickelt – für Babys, ihre Familien und die Natur.“