
Eines der wichtigsten Ereignisse vor der Geburt ist der Geburtsvorbereitungskurs. Dieser bringt Ihnen nicht nur die wichtigsten Grundlagen des Geburtsprozesses näher und bereitet Sie auf diesen Moment vor. Gleichzeitig erweist er sich auch als emotionale Stütze während der Schwangerschaft.
Ein Geburtsvorbereitungskurs ist ein Kurs für schwangere Frauen, der vor der Geburt stattfindet. Er soll die werdenden Mütter auf die Geburt vorbereiten. Deshalb werden im Kurs, der von einer erfahrenen Hebamme geleitet wird, zahlreiche Geburtsvorbereitungstipps vorgestellt. Schließlich müssen Sie beispielsweise wissen, welche Möglichkeiten der Geburt es gibt und was es hierbei zu beachten gibt. Außerdem werden Sie auf den mentalen Prozess vorbereitet und die Hebamme erklärt, worauf Sie sich nach der Geburt einstellen müssen.
Damit Sie im Falle einer Frühgeburt nicht unvorbereitet im Kreissaal stehen, sollten Sie den Kurs ca. einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin abgeschlossen haben. Wie lange der Kurs dauert, hängt davon ab, für welche Art von Kurs Sie sich entscheiden. Ein Wochenendkurs dauert beispielsweise nicht so lange, wie ein Abendkurs, der über mehrere Wochen läuft.
Geburtsvorbereitungskurse werden in der Regel von Hebammen durchgeführt, denn diese sind die Geburtshelfer Nummer 1. Es gibt jedoch auch andere Arten von Geburts-vorbereitungskursen.
Selbstständige Hebammen mit eigener Praxis bieten diese Art von Kursen häufig an. Ohnehin sollten Sie sich schon in der Frühschwangerschaft um eine Hebamme bemühen, die Sie in allen wichtigen Fragen vor und nach der Geburt begleitet. Bei dieser Hebamme können Sie einen entsprechenden Kurs besuchen. Dies hat den Vorteil, dass Sie herausfinden können, ob die Chemie zwischen Ihnen und Ihrer Hebamme stimmt. Dies ist vor allem wichtig, wenn Ihre Hebamme Sie auch während der Geburt begleiten soll. Schließlich handelt es sich hierbei um ein überaus intimes Ereignis.
Wird Ihnen während der Schwangerschaft Bettruhe verordnet, müssen Sie selbstverständlich nicht auf den Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses verzichten. Sie können die Hebamme auch zu sich nach Hause bestellen. Die Kosten werden in einem solchen Fall normalerweise von der Krankenkasse übernommen.
Auch Geburtskrankenhäuser bieten entsprechende Kurse an. Diese werden in der Regel von den Hebammen geführt, die fest im Krankenhaus eingestellt sind. Die Anwesenheit von Hebammen im Krankenhaus ist bei Schwangerschaften von großer Bedeutung. Denn selbst wenn Sie sich für die Geburtsbetreuung durch eine eigene Hebamme entscheiden, kann es passieren, dass Sie spontan ins Krankenhaus müssen, sodass Sie es gar nicht mehr schaffen, Ihre Hebamme zu alarmieren. Eine Geburt lässt sich leider nie zu 100% voraussagen und schon gar nicht bis ins kleinste Detail planen. Deshalb sollten Sie auf alles vorbereitet sein.
Online-Kurse erweisen sich als perfekte Lösung für alle, die nicht gerne mit anderen werdenden Müttern oder Paaren ihre intimen Momente teilen möchten. Außerdem können Sie einen solchen Kurs auch machen, wenn Sie während der Schwangerschaft im Bett liegen müssen.
Normalerweise bestehen die Kurse aus Videos, die Ihnen zeigen, was Sie bei der Geburt beachten müssen. Um ein gutes Gefühl hierfür zu erhalten, sollten Sie die Übungen zuhause mitmachen. Alternativ gibt es auch Bücher, die in Form von Ratgebern das nötige Wissen vermitteln.
Der Geburtsvorbereitungskurs ist eine Empfehlung für werdende Mütter. Sie müssen demzufolge nicht verpflichtend daran teilnehmen. Allerdings lohnt es sich, denn Sie erfahren in einem solchen Kurs wirklich alles, was vor, während und nach der Geburt für Sie und Ihr Baby wichtig ist.
Die Geburtsvorbereitungskurse, die über mehrere Tage gehen oder auch als Wochenendkurse angeboten werden, decken verschiedene Themen ab:
Wenn Sie noch nie ein Kind zur Welt gebracht haben, wissen Sie vermutlich auch nicht so genau, wie eine Geburt abläuft. Im Geburtsvorbereitungskurs vermittelt Ihnen die Hebamme deshalb alles, was Sie in Bezug auf die Geburt wissen müssen. Sie erfahren, was Sie beachten müssen und wovor Sie wiederum keine Angst haben sollten. Außerdem gibt Ihnen die Hebamme praktische Tipps, wie Sie Ihren Körper auf die Geburt vorbereiten können. Auch die seelische Vorbereitung steht im Vordergrund.
Gemeinsam mit der Hebamme führen Sie verschiedene Entspannungstechniken und Atemübungen durch, die Ihnen während der Geburt helfen sollen. Durch gezielte Maßnahmen können Sie beispielsweise den Schmerz reduzieren. Die Entspannungstechniken wiederum helfen dabei, sich auf Ihren Körper zu konzentrieren. Vor allem in den Pausen zwischen den Wehen können diese sich als sehr wohltuend erweisen. Übrigens können Sie sich auch durch eine Akupunktur auf die Geburt vorbereiten. Ebenso gelingt dies durch eine Dammmassage oder Fußreflexzonenmassage. Die Hebamme stellt Ihnen auch verschiedene Geburtstechniken vor.
Damit sich der Beckenboden nach der Geburt wieder zurückentwickelt, sollten Sie nach der Geburt regelmäßig einige Übungen durchführen. Die Hebamme erklärt Ihnen, welche das sind und was es dabei zu beachten gibt.
Das Baby wird Ihr Leben auf den Kopf stellen – da können Sie sich sicher sein. Damit Sie diese neue Situation problemlos meistern, gibt Ihnen die Hebamme während des Kurses wichtige Hinweise.
Es gibt spezielle Kurse für Zweitgebärende und für Mehrgebärende. Außerdem werden auch Paarkurse angeboten, an denen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner teilnehmen können. Ebenso gibt es die sogenannte hypnomentale Geburtsvorbereitung, bei der Ihnen Ihre Ängste durch Hypnose genommen werden.
Die meisten Geburtsvorbereitungskurse dauern ca. 14 Stunden. Solche Kurse werden in der Regel von der Krankenkasse bezahlt. Sofern Sie an einem Paar-Kurs teilnehmen möchten, sollten Sie bei der Krankenkasse nachfragen, wer die Kosten hierfür trägt. Einige Krankenkassen unterstützen dieses Vorhaben, andere wiederum lehnen das ab. In dem Fall müssen Sie mit bis zu 120 Euro Extrakosten für den Mann rechnen. Kosten für Onlinekurse werden nur selten von der Krankenkasse übernommen.
Auch wenn Männer während der Geburt eher eine kleinere Rolle spielen, können sie im Kreissaal einiges bewegen. Für ihre Frauen stellen Männer eine große Unterstützung dar, sodass die schwierigen Stunden der Geburt etwas leichter erträglich werden.
Damit werdende Väter bei der Geburt nicht überfordert sind, können auch sie sich auf die Geburt vorbereiten. Eine der einfachsten Möglichkeiten diesbezüglich ist es, wenn die werdenden Eltern gemeinsam am Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. Bei diesen Paarkursen gehen die Hebammen auch speziell auf die Verantwortung des Papas sowie auf seine Ängste ein. Werdende Väter können hier alle ihre Fragen stellen und erfahren unter anderem, wie sie ihren Frauen während der Geburt zur Seite stehen können.
Die zukünftigen Papas stellen sich meist zahlreiche Fragen. Hierzu gehören beispielsweise die folgenden:
All diese Fragen sind vollkommen nachvollziehbar und es ist wichtig, dass werdende Väter entsprechende Antworten darauf finden. Dies gelingt am besten, indem sie sich mit Männern austauschen, die bereits in der Vaterrolle leben. Auch das Lesen eines entsprechenden Buches oder anderweitiger Infomaterialien gibt möglicherweise Antworten auf all diese Fragen.
Eine der wichtigsten Aufgaben für den Vater bei der Geburt ist es, die werdende Mutter emotional zu stärken und einfach für sie da zu sein. Auch leichte Massagen können die Mama entspannen und hierdurch Linderung verschaffen.
Des Weiteren wird kaum jemand im Kreissaal die Schwangere so gut kennen, wie der Partner. Gerade bei Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Hebammen/Ärzten und der Schwangeren kann der werdende Papa daher gern einschreiten und diese Dinge klären.
Viele Männer haben Angst, bei der Geburt dabei zu sein. Schließlich verändert sich auch ihr Leben in diesem Moment. Und auch die Sorge, etwas falsch zu machen, nagt an vielen noch so harten Kerlen. Doch für die Frauen spielt es meist gar keine Rolle, ob der Partner bei der Geburt behilflich ist und sich voll ins Zeug legt. Allein der Umstand, dass der werdende Vater anwesend ist, sorgt für eine größere Entspanntheit der Schwangeren.
Die Geburt ist sowohl für die werdende Mama als auch für den werdenden Papa eine ungewohnte und auch sehr intime Situation. Sprechen Sie sich auf jeden Fall vorher ab, wie lang bzw. bis zu welcher Situation der Mann bei der Geburt dabei sein soll.
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Nein, Sie müssen keinen Geburtsvorbereitungskurs machen. Allerdings wird dies seitens der Hebammen und Ärzte empfohlen. Schließlich bereitet Sie dieser Kurs optimal auf die Geburt und auf die erste Zeit des Zusammenlebens mit dem Baby vor.
Sie können den Kurs während der Schwangerschaft jederzeit machen. Allerdings sollten Sie ihn möglichst vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beendet haben. In der Regel dauern die Kurse 14 Stunden. Wochenendkurse mit vielen Stunden dauern daher weniger lange als Kurse, bei denen Sie einmal wöchentlich zwei Stunden absolvieren. Nehmen Sie an einem Onlinekurs teil, können Sie sich die Zeiten flexibel einteilen.
Die Kosten für einen klassischen Geburtsvorbereitungskurs übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Kurse mit weiteren Leistungen oder Onlinekurse können Zusatzkosten verursachen. Dies gilt auch für Partnerkurse. Ihren Anteil bekommen Sie dann normalerweise erstattet. Ob die Krankenkasse jedoch auch die Kosten für die Teilnahme Ihres Partners an dem Kurs trägt (und wenn ja, in welcher Höhe), müssen Sie bei der Versicherung erfragen.
Nein, der Partner muss nicht mit zum Geburtsvorbereitungskurs. Wenn er jedoch bei der Geburt anwesend sein soll, wird das von Ärzten und Hebammen empfohlen. Zum einen lernt Ihr Partner, Ihnen bei der Geburt behilflich zu sein und zum anderen kann auch er seine Ängste abbauen und wichtige Fragen stellen.
Für eine bessere Lesbarkeit verwenden wir bei Personenbezeichnungen meist die männliche Form wie Kinderarzt, Frauenarzt. Wichtig: Wir bringen allen die gleiche Wertschätzung entgegen.

ist selbst Mutter und schreibt seit vielen Jahren als freie Texterin für mehrere große Familienblogs. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Familienthemen, die sie mittels Storytelling in ihren Texten lebhaft darstellt.