
Kurz vor der Geburt des Babys herrscht bei den meisten werdenden Eltern der Ausnahmezustand. Schließlich steht ein Großereignis bevor, welches detailreich geplant werden muss. Gleichzeitig sollten Sie jedoch versuchen, Ruhe zu bewahren, um Ihr Ungeborenes nicht in Aufregung zu versetzen.
Deshalb ist es wichtig, die Kliniktasche am besten bereits einige Zeit vor der Geburt zu packen. Setzen die Wehen ein, müssen Sie die Kliniktasche nur noch schnappen und schon kann die Fahrt zum Krankenhaus losgehen.
Damit Sie wissen, welche Utensilien in eine Kliniktasche gehören, haben wir eine praktische Packliste für Sie erstellt.
Die wenigsten Kinder erblicken zum errechneten Geburtstermin das Licht der Welt. Einige brauchen länger, viele Babys werden aber auch früher geboren. Deshalb ist es wichtig, die Kliniktasche gut vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu packen, also am besten schon zu Beginn der 36. Schwangerschaftswoche.
In der Kliniktasche müssen Sie sowohl Ihre Utensilien als auch Kleidungsstücke für Ihr Neugeborenes unterbringen. Deshalb sollte die Tasche nicht zu klein ausfallen. Taschen, die zu groß sind, erweisen sich jedoch oft auch als unpraktisch. Wir empfehlen daher eine mittelgroße Reisetasche mit einem Volumen von etwa 30 bis 35 Litern.
Als gute Alternative zur Reisetasche können Sie auch einen Rollkoffer verwenden. Dieser ist durch seine integrierten Räder deutlich leichter zu handhaben. Bedenken Sie, dass Sie unter Umständen alleine ins Krankenhaus gehen müssen, denn bei der Geburt läuft in der Regel nichts nach Plan. Sie sollten dann natürlich auch in der Lage sein, Ihre Tasche selbst ohne Hilfe tragen zu können. Ein Rollkoffer lässt sich deutlich einfacher manövrieren und da Sie ihn rollen können, sparen Sie viel Kraft. Diese benötigen Sie später für die Geburt.
Ihre Kliniktasche sollte sowohl Ihre Bekleidung, die wichtigsten Pflegemittel und Utensilien, Ihre Dokumente, als auch Bekleidung für Ihr Baby beinhalten.
Auch wenn Sie eine Hausgeburt, eine ambulante Geburt oder eine Geburt im Geburtshaus geplant haben, ist es ratsam eine kleine Tasche zu packen – für den Fall der Fälle, dass Sie doch (länger) in ein Krankenhaus müssen.
Welche Dinge Sie benötigen, entnehmen Sie am besten der nachfolgenden Checkliste:
Sollte Ihr Kind per Kaiserschnitt geholt werden, benötigen Sie extra weite Unterwäsche. Packen Sie zudem etwas mehr Wechsel-Wäsche ein.
Wenn Sie während der Schwangerschaft einen Geburtsplan angefertigt haben, nehmen Sie auch diesen mit ins Krankenhaus. Die Ärzte und Hebammen können sich daran orientieren.
In einem Geburtsplan können Sie Ihre Wünsche für den Ablauf der Geburt und die Zeit danach schriftlich fixieren.
Wenn Sie mit einem PKW nach Hause fahren möchten oder abgeholt werden, benötigen Sie auch die Babyschale. Diese kann auch nachgebracht werden. Am Tag der Geburt ist die Babyschale ohnehin nicht notwendig und würde nur unnötig viel Platz im Zimmer wegnehmen.
Zur Erstausstattung für das Baby gehört auch eine Wickeltasche. Sie können die Hygieneartikel für den Säugling daher gerne in eine separate Wickeltasche packen und diese ebenfalls mit ins Krankenhaus nehmen.
Wenn bei Ihnen ein Kaiserschnitt geplant ist, gilt es beim Packen der Kliniktasche ein paar Besonderheiten zu beachten.
Nach dem Kaiserschnitt werden Sie eine Narbe am Unterbauch haben. Solange diese noch frisch ist, sollte sie möglichst nicht gereizt werden. Andernfalls können sich die Nähte lösen oder es entstehen Entzündungen. Deshalb gehören in die Kliniktasche für einen Kaiserschnitt auch lockere Hosen und weiche, weite Unterhosen. Am besten verwenden Sie Kleidungsstücke aus Baumwolle. Außerdem empfehlen wir Hosen und Unterwäsche, die bis über den Bauchnabel reichen. Da die Aufenthaltsdauer nach einem Kaiserschnitt in der Regel etwas länger ist als bei einer natürlichen Geburt, sollten Sie genügend Wechsel-Wäsche einplanen.
Frisch gebackene Mamas können nach einem Kaiserschnitt oft nur schwer aufstehen. Die Bauchmuskeln sollten nicht zu stark beansprucht werden. Deshalb empfehlen wir, einige Pflegeprodukte mitzunehmen, die Sie im Bett verwenden können. Hierzu könnten beispielsweise Mundspray, Trockenshampoo und ein kleiner Taschenspiegel gehören.
Die wichtigsten Dokumente für die Klinik sind der Mutterpass, die Krankenversicherungskarte, ein Ausweisdokument, der Allergieausweis (wenn Sie einen solchen besitzen) sowie der Einweisungsschein (falls vorhanden).
Wenn es Ihnen wichtig ist, fertigen Sie einen Geburtsplan an und bringen Sie selbigen mit. Unterlagen wie Ihre Geburts- oder Heiratsurkunde, die Vaterschaftsanerkennungsurkunde und das Familienstammbuch können Sie sich auch nach der Geburt des Kindes mitbringen lassen.
Wir empfehlen Kleidungsstücke, Hygieneartikel und Utensilien für drei Tage einzupacken. Die meisten frischgebackenen Mütter verlassen die Klinik am dritten Tag nach der Geburt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird es sicherlich eine Person geben, die Ihnen neue Kleidung mitbringen kann
Im Krankenhaus werden Ihnen normalerweise Windeln, Feuchttücher, Stilleinlagen oder auch Babynahrung (falls Sie nicht stillen möchten oder können) zur Verfügung gestellt. Lediglich für den Heimweg sollten Sie diese Dinge einplanen. Ob Sie hierfür die Wickeltasche mit ins Krankenhaus bringen oder die Utensilien mit in Ihre Kliniktasche packen, bleibt Ihnen überlassen.
Ihr Partner möchte bei der Geburt dabei sein und eventuell nach der Geburt mit im Krankenhaus übernachten? Dann sollte auch er einige Dinge dabeihaben. Er benötigt Wechselbekleidung und Hygieneartikel, wie beispielsweise die Zahnbürste.
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