Beikostplan

Expertenrat zum Beikost-Start: Speiseplan, erstes Löffelchen, Trinken und vieles mehr!

Expertenforum

Manus Bauchzwerg
11. Sep 2021 09:20
Beikostplan
Liebes Experten-Team,

Wieder einmal wende ich mich an Sie, um von Ihrem Wissen zu profitieren. Vor kurzem hatte ich schon mal so ungefähr den Essensplan meines 7,5 Monate jungen Sohnes geschrieben und nun habe ich mir mal die Mühe gemacht, über ein paar Tage immer alles aufzuschreiben, was er so zu sich nimmt. Vorab noch einmal, mein Sohn Jan-Philipp wurde immer nach seinem Bedarf gefüttert, d.h. wenn er z. B. innerhalb einer Stunde dreimal trinken wollte, dann hat er auch dreimal seine Pre-Milch bekommen. Er hat nie besonders viel auf einmal getrunken und das ist auch heute so, dafür aber sehr oft. Zu Beginn haben wir ihn über mehrere Wochen fast stündlich gefüttert.

In den letzten Tagen sah sein Plan folgendermaßen aus:

Gegen 7 Uhr 90ml Pre-Milch
Zwischen 8 und 9 Uhr 120 - 180gr Milch-Getreide-Brei mit etwas Obstbrei gemischt
Zwischen 10 und 11:30 Uhr 40-60 ml Pre-Milch
Zwischen 12 und 13 Uhr ca 100-160gr Menü und 10-50gr Obstbrei
Zwischen 14 und 15 Uhr 10-90 ml Pre-Milch
Zwischen 15:30 und 16:30 Uhr 60-120gr OGBrei und evtl 1-2 Hirse-Bananen-Kringel o.ä. (Diese Mahlzeit fällt auch mal aus und wird dann durch Pre-Milch ersetzt)
Zwischen 16:30 und 17:30 Uhr 50-90 ml Pre-Milch
Zwischen 18 und 19 Uhr 100-160gr Milch-Getreide-Brei
Zwischen 19 und 20 Uhr 70-150 ml Pre-Milch
Zwei bis drei Stunden später noch mal 90-130 ml Pre-Milch

Wir sind gerade dabei, ihm beizubringen, dass er nachts keine Milch mehr braucht. Aktuell mischen wir noch 120ml Wasser mit einem Löffel Pre-Milch an. Das bekommt er ein- bis zweimal pro Nacht, wenn er sich meldet und nicht anders wieder in den Schlaf kommt.

Im Absprache mit unserem Kinderarzt haben wir vor kurzem angefangen, morgens zum Frühstück Brei zu geben, da Jan-Philipp keine Milch mehr trinken wollte am Vormittag. Mittlerweile trinkt er wieder seine Milch, aber den Brei haben wir trotzdem beibehalten, weil er ihn zum einen so gern mag und zum anderen, so sagt der Kinderarzt, habe er im Vergleich zum vorherigen Wiegen eher ein bisschen abgenommen. Sein Gewicht ist immer noch im Normbereich (8,8kg bei 73cm), aber auf den Perzentilen ist er wohl auf dem Weg nach unten.

Oft ist er dann auch noch vom Mittagsessen so gesättigt, dass er nachmittags keinen Brei Essen möchte, sondern nur etwas trinkt.
Wir versuchen, ihm Wasser zusätzlich zu geben, aber das nimmt er noch nicht so an. An guten Tagen schafft er 50-75ml.

Grundsätzlich hat Jan-Philipp immer noch sehr viel Freude am Brei löffeln. Wir haben auch schon mal probiert, ihm Fingerfood anzubieten (mal eine Nudel, ohne Salz gekocht, oder weich gekochte Karotte, ein Stück Kartoffel oder Banane). Es gelingt ihm allerdings aufgrund seiner Feinmotorik noch nicht so gut, dies dann auch in den Mund zu bekommen.

Was sagen Sie zu unserem aktuellen Speiseplan? Haben Sie noch Verbesserungsvorschläge?

Ich würde gern in 3-4 Wochen mit stückigerer Kost beginnen. Aktuell bekommt er die Menüs ab dem 5. bzw. 6. Monat. Ursprünglich wollte ich eigentlich die Breie alle selbst kochen, aber mein Essen hat er fast immer komplett verweigert.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Herzliche Grüße
Manuela
HiPP-Elternservice
14. Sep 2021 14:44
Re: Beikostplan
Liebe Manuela,

ach schön, dass Ihr kleiner Liebling so viel Freude am Breilöffeln hat und so gut gedeiht – das Gewicht und die Größe passen optimal für sein Alter.
Gerne schauen wir uns den aktuellen Speiseplan Ihres Sohnes einmal an.

Die Milchmenge über den Tag (und Nacht) gesehen, ist noch hoch. Wie bereits in der letzten Antwort geschrieben, braucht Ihr Kleiner im Laufe des zweiten Lebenshalbjahres noch etwa 400-500ml/g Milch und „Milchhaltiges“ wie Milchbrei. Meist teilt sich das auf in morgens eine Milch (200-250 ml) oder auch einen Milchbrei plus abends eine Portion Milchbrei (200-250 g).

Durch das häufige Trinken der Pre Nahrung ist der Bauch Ihres Kleinen schon gut gefüllt, daher fallen die Hauptmahlzeiten am Morgen, Mittag und Abend doch noch etwas klein aus.
Diese dürfen sehr gerne üppiger werden. Eine Portion von etwa 190 g wäre optimal. Damit würde sicher auch die ein oder andere Milchmahlzeit am Tage oder sogar in der Nacht wegfallen.

Am Morgen können Sie nun schauen, was besser für Sie beide passt. Trinkt Ihr Sohn zum Frühstück wieder die Pre, kann es als Zwischenmahlzeit am Vormittag auch einen milchfreien Getreide-Obst/Gemüse-Brei geben anstatt des Milchbreies.

Zur Zwischenmahlzeit hatten wir bereits in der letzten Nachricht geschrieben, dass diese kein „Muss“ ist. Manche Kinder benötigen keine Zwischensnacks und halten auch gut bis zur nächsten Mahlzeit aus. Wenn Ihr Kleiner keinen milchfreien Brei am Vor- oder Nachmittag möchte, dann braucht er auch keine Milch als Ersatz. Die Milch wird von den Kleinen gerne noch genommen, um sich schnell und bequem zu sättigen, jedoch sollten nun die festen Lebensmittel bzw. Breie im Mittelpunkt stehen. Gerne können Sie Ihrem Sohn zur Abwechslung nach dem 8. Lebensmonat auch HiPP Knabberprodukte – wie die Reiswaffeln, die Hirse Stangen oder auch unsere Dinkel-Hafer Ringe ( https://shop.hipp.de/beikost/produkte/zum-knabbern.html ) anbieten. Diese lösen sich durch ihre babygerechte Struktur schnell im Kindermund. Zu den Knabberprodukten (je nach Appetit 3-5 Stück) bieten Sie einfach noch etwas Obst-/Gemüsebrei oder je nach Kaufvermögen ein paar weiche Obst- oder Gemüseschnitze mit an. Auch wenn es am Anfang mit der „Feinmotorik“ noch nicht ganz klappen mag, werden die Kleinen recht schnell immer besser darin – Sie werden es sehen. 

Bieten Sie Ihrem Sohn weiterhin immer wieder etwas Wasser, ungesüßten Tee oder auch mal eine stark verdünnte Saftschorle gegen den Durst an.

Zur nächtlichen Milch: Es ist prima, dass Sie bereits versuchen die Milch in der Nacht auszuschleichen oder durch andere Einschlafrituale zu ersetzen – auch hinsichtlich der Zahnhygiene. Bleiben Sie dabei und verdünnen Sie die nächtliche Milch immer weiter und dann gerne auch die Gesamtmenge reduzieren.

Orientieren Sie sich auch gerne weiterhin an unserem HiPP Ernährungsplan fürs erste Lebensjahr: https://www.hipp.de/beikost/ratgeber/ernaehrungsplan/

Wir wünschen Ihnen und Jan-Philipp weiterhin alles Gute.

Herzliche Grüße

Ihre HiPP Expertin
Manus Bauchzwerg
14. Sep 2021 16:16
Re: Beikostplan
Liebe Hipp-Expertin,

Vielen Dank noch einmal, dass Sie sich die Zeit genommen und so ausführlich geantwortet haben. Als Mutter möchte man nichts falsch machen mit den kleinen und aktuell ist es aufgrund von Corona einfach immer noch so schwierig, sich mit anderen auszutauschen bzw. passende Unterstützung bei Fragen zu bekommen.

Ich werde nun schauen, dass wir die Milchmenge weiter reduzieren, die Menge bei den Breimahlzeiten ausbauen und ihn weiter dazu anregen, Wasser oder Tee zu trinken. Den Milchbrei am Morgen werde ich in einen Getreidebrei mit entweder Obst oder Gemüse umwandeln und nachmittags ihm etwas zum knabbern anbieten.

Ein kleines Problem bzw eine Frage habe ich allerdings noch: abends bekommt er den Milchbrei und anschließend meistens noch eine Flasche kurz bevor wir ins Bett geht. Wir haben schon mal versucht, den Brei weiter nach hinten zu schieben, aber dann ist er einfach zu müde und weint, wenn er noch essen soll. Ich habe die Hoffnung, wenn er irgendwann mehr Brei isst, dass er dann die Milch nicht mehr braucht, aber im Moment fordert er sie noch lautstark ein, wenn wir ihn nur Wasser oder Tee anbieten. Gibt es dazu von Ihrer Seite noch Tipps?

Herzliche Grüße und eine angenehme Restwoche
Manuela
HiPP-Elternservice
16. Sep 2021 10:14
Re: Beikostplan
Liebe Manuela,

am Anfang kann es schon Protest von Ihrem Sohn geben. Er ist es einfach schon lange gewohnt abends ein Einschlaffläschchen zu bekommen und es hat sich bei ihm als schönes Ritual gefestigt.

Ich bin mir aber sicher, dass es Ihnen mit der Zeit gelingt neue Rituale einzuführen. Das kann ein beruhigendes Bad sein, ein Lied vorsingen, Fingerspiele, Geschichte vorlesen, Spieluhr, Massage,… sein. Gestalten Sie die Zeit gemeinsam und liebevoll.

Das Fläschchen können Sie auch – wie in der Nacht – langsam ausschleichen, indem Sie immer weniger Milchpulver in die gleiche Menge Wasser geben. So kann sich Ihr Kleiner Schritt für Schritt daran gewöhnen.

Bei der Sättigung für die Nacht spielt die Ernährung über den ganzen Tag eine Rolle. Sobald Ihr Sohn am Tage mehr löffelt und sich gut sättigt, verlangt er vielleicht auch schon ganz von allein keine Milch mehr am Abend.

Schauen Sie einfach mal, wie es sich entwickelt und ob Sie neue Rituale einführen können.

Alles Gute und noch eine schöne Restwoche wünscht

Ihre HiPP Expertin
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