Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?

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Lara-MichelleKlein
14. Feb 2013 14:19
Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Hallo,
Nach dem 4. Monat habe ich vor mit meinem Sohn mit der beikost zu beginnen, da ich bei meiner tochter damit gute Erfahrung gemacht habe.
Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was für einen abendbrei sie bekommen hat.
Mein Mann hat Heuschnupfen. Ich hatte als Kind auch Heuschnupfen und neurodermitis.
Meine Tochter hat gar keine Allergien und verträgt alles Super.
Muss ich meinem Sohn trotzdem ha Nahrung und Milchreis Breie geben?

Ich werde natürlich mit Mittagessen ersetzen beginnen.
Aber danach, ca. Mit 5 Monate möchte ich dann den abendbrei einführen.
Muss das unbedingt ein Milchreis sein oder darf das auch ein Getreidebrei sein, wenn er danach keine Milch mehr bekommt?
HiPP-Elternservice
15. Feb 2013 09:26
Re: Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Liebe „Lara-MichelleKlein“,
was das Thema „Allergievorbeugung“ betrifft, hat sich einiges getan, das müssen Sie im Beikostalter nicht mehr so akribisch verfolgen.

Allergiegefährdete Kinder sollten die ersten vier Monate ausschließlich gestillt werden oder kann nicht gestillt werden bzw. reicht die Muttermilch nicht aus, können zur Vorbeugung HA-Nahrungen verwendet werden. Diese Maßnahmen helfen wissenschaftlich nachgewiesen das Allergierisiko deutlich zu vermindern.
Weitere Empfehlungen fürs Beikostalter nach vier Monaten gibt es nicht mehr. Es gibt hier keine Daten, die belegen, dass im Beikostalter eine spezielle allergenarme Ernährung einen Effekt auf die Allergievorbeugung hat.

Die aktuellen Empfehlungen lauten, bei der Ernährung im ersten Lebensjahr nicht mehr alles zu vermeiden, sondern auch bei bestehendem Allergierisiko nach und nach eine vielseitige Kost aufzubauen. Generell muss aus Gründen der Allergievorbeugung auf kein Lebensmittel mehr verzichtet werden, das gilt auch für Zitrusfrüchte, Kuhmilch, Eier und Fisch. Das „Weglassen“ hilft nicht bei Allergievorbeugung. Es gibt Hinweise darauf, dass die Gabe verschiedener Lebensmittel ab dem 5. und 7. Lebensmonat sogar wichtig für die Toleranzentwicklung des Immunsystems ist. Und im Gegenzug das Meiden von Lebensmitteln das Auftreten von Allergien fördern kann, weil der Körper nicht gelernt hat die Lebensmittel als harmlos zu tolerieren.

Vor diesem Hintergrund ist also nicht notwendig, einen Milchbrei/reis mit HA-Nahrung anzurühren. Hat sich der Mittagsbrei gefestigt, ist der Milch-Getreide-Brei eine übliche und gut sättigende Abendmahlzeit. Wie beschrieben gibt es hier hinsichtlich des Allergierisikos keine Einschränkungen. Sie können alle „üblichen“ Milchbreie anbieten.

Viel Spaß beim Löffeln!
Ihr HiPP Expertenteam
Lara-MichelleKlein
15. Feb 2013 13:59
Re: Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Das klingt ja Super :-)
Was wäre denn eine folge für Unverträglichkeit?
HiPP-Elternservice
15. Feb 2013 14:13
Re: Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Liebe „Lara-MichelleKlein“,
ja, das ist wirklich viel einfacher als früher. Auch die Kinder sind über die größere Abwechslung sehr dankbar.

Ihre Frage zur Unverträglichkeit habe ich leider nicht verstanden. Bitte helfen Sie mir da noch auf die Sprünge, was Sie damit meinen.

Bis bald
Ihr HiPP Expertenteam
Lara-MichelleKlein
16. Feb 2013 21:07
Re: Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Ich meinte, wenn der kleine etwas nicht verträgt, was kann da passieren? Bekommt er dann nen Ausschlag? Oder Bauchschmerzen? Und was hat das eigentlich mit Heuschnupfen oder den Allergien der Eltern zu tun?
HiPP-Elternservice
18. Feb 2013 14:31
Re: Welchen Abendbrei bei allergiegefährdeten Baby?
Liebe „Lara-MichelleKlein“,
vielen Dank, dass Sie sich nochmal bei uns gemeldet haben. Allergien sind ein sehr komplexes Thema. Die Symptome einer Lebensmittelallergie treten üblicherweise innerhalb weniger Minuten oder einiger Stunden nach der Aufnahme des Allergens auf. Die allergischen Reaktionen sind individuell unterschiedlich stark ausgeprägt und können den ganzen Körper betreffen oder sich auf bestimmte Organe beschränken. Im Säuglingsalter ist am häufigsten die Haut betroffen, so kommt es an bestimmten Stellen zu Rötungen, Ausschlägen und Juckreiz. Daneben können sich Reaktionen über den Magen-Darm-Trakt (Bauchkrämpfe, Durchfall, etc.) äußern.

Die Veranlagung zu einer Allergie kann von den Eltern vererbt werden. Ist bei Eltern oder Geschwistern eine Allergie (Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergie, Neurodermitis oder allergisches Asthma) bekannt, gilt das Kind als Allergie vorbelastet. Dann ist es sinnvoll eine Allergie bewusste Ernährung zu praktizieren.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby weiterhin alles Gute!
Viele Grüße
Ihr HiPP Expertenteam
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