Beikost - Geschrei

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Nach Anraten d. Arztes habe ich versucht, nachdem er gar kein Gemüse mehr wollte und nach dem ersten Löffel zu schreien begann, einen Brei zu geben - ebenfalls Geschrei.
Ich habe nun 3 Tage ausgesetzt und würde gerne in 1-2 Tagen nochmal starten - aber womit?
Schmeckt es ihm nicht oder mag er einfach noch nicht essen? Soll ich jetzt mit Obst beginnen? (Der Kinderarzt meinte, einfach alles durchprobieren) - Womit könnte ich beginnen - was könnten Sie mir raten?
Ich bin schon ein bisserl verzweifelt wenn ich ehrlich bin und er soll ja auch Spaß am Essen haben.
Danke und LG Tina
ich denke nicht, dass es unbedingt am Geschmack liegt, warum Ihr Kleiner sich gegen das Löffeln so sträubt.
Letztlich ist ja alles für ihn in Geschmack und der Konsistenz neu.
Dass es Rückschritte bei der Beikosteinführung gibt, das ist völlig normal. Lassen Sie sich davon keinesfalls entmutigen. Es geht auch wieder vorwärts. Bestimmt.
Bestimmte Entwicklungssprünge oder kommende Zähne oder kleine Infekte können immer mal das Essverhalten beeinflussen. Vielleicht liegt es daran.
Auch wenn bei der Esssituation mal was unangenehm war, oder Stress und Ablenkungen, können eine Rolle spielen. Manchmal gibt es gar keinen richtigen Grund.
Ist vielleicht irgendetwas beim Essen vorgefallen: war das Essen zu warm oder zu kalt, hat Ihr Junge sich verschluckt, neuer Geschmack, Lärm, Druck…?. Gibt es da was, das er negativ mit dem Löffel verbindet, dann braucht es etwas Zeit bis der Kleine diese Erfahrung vergessen hat.
Gehen Sie den nächsten Anlauf ganz entspannt und mit einem guten Gefühl an. Bieten Sie eine "neue Atmosphäre": anderer Platz, ruhige Esssituation. Oft hilft es besonders einen anderen Teller, einen anderen Löffel (in anderen Farben), anderen Latz zu verwenden und so eine unbelastete Situation zu schaffen.
Manchmal hilft es, wenn eine andere Person die Beikost anbietet.
Bieten Sie jeden Tag wieder mit Ruhe und viel Geduld das Gemüse oder gleich ein Menü an. Konzentrieren Sie sich dabei auf eine Mahlzeit wie den Mittagsbrei. Lassen Sie sich nicht den Mut und die Freude am Löffeln nehmen. Mit Liebe und mütterlicher Ausdauer gelingt es Ihnen bestimmt, Ihren Sohn vom Mittagessen und weiteren Breien etc. zu überzeugen. Einmaliges Anbieten reicht nicht aus. Wir wissen aus Erfahrung, dass geduldiges, wiederholtes Anbieten von Breien, früher oder später jedes Baby überzeugt. Eltern geben hier meistens zu früh auf. Dabei in der Sorte nicht jeden Tag hin und her wechseln, sondern mal eine Woche lang bei einem Brei bleiben. Ihr Sohn soll sich ja an etwas gewöhnen können.
Ganz wichtig: Vieles hängt mit Ihrer eigenen Einstellung zusammen. Wenn Sie skeptisch und zögerlich ans Essen gehen, spürt das Ihr Kleiner. Versuchen Sie Freude und Sicherheit beim Essen zu vermitteln. Das überträgt sich auf Ihren kleinen Schatz.
Mag Ihr Junge nicht weiterlöffeln, reichen Sie nicht gleich Milch, sondern machen Sie eine Pause und füttern dann noch einmal den Mittagsbrei weiter. Machen Sie sich ruhig den Hunger zum Gehilfen. Sonst lernt Ihr Kleiner nur, dass er einfach aufhören und protestieren muss, dann kommt auch schon was anderes.
Gehen Sie positiv und mit Freude ans Löffeln. Loben Sie Ihren Jungen wenn es gut klappt. Lassen Sie sich nicht den Mut und die Freude am Löffeln nehmen.
Es grüßt Sie herzlichst
Ihr HiPP Expertenteam
lg tina
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